Langtang Nationalpark Trekking 2019 in Nepal

10. November - 01. Dezember 2019

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Unser diesjähriges Trekking Abenteuer starten wir am Samstag Abend am Zürich Flughafen um 19.00. Alle Teilnehmer sind eingetroffen und wir sind bereit zum einchecken. Das Gewicht noch auf alle verteilen sodass wir nicht zuviel Gepäck haben, dann kann’s losgehen.

Pünktlich um 21.35 startet unser Flug Zürich-Kathmandu, mit Zwischenstopp in Muscat.

 

Tag 1. Zürich-Kathmandu

Um 16.00 Uhr, mit einer Verspätung von 2h, kommen wir am Sonntag in Kathmandu an. Lok und Pralhad heissen uns am Flughafen herzlich willkommen.

Jetzt im November ist die Luft in Kathmandu viel besser als im September letzten Jahres. Wir können noch letzte Besorgungen machen in Thamel, wo wir auch das erste gemeinsame Nachtessen mit unserem Guide Nurbu haben.

 

Tag 2. Kathmandu-Syabrubesi 1503 m.ü.M (Jeepfahrt 6-7 h)

Nach dem reichhaltigen Frühstück mit Speck und Bohnen starten wir um 7.00 Uhr unsere Jeepfahrt nach Syabrubesi. Da wir früh unterwegs sind, sind wir schnell aus Kathmandu raus. Schon geht’s los mit der holprigen Strasse. Über einen Pass hoch und dann wieder etliche Höhenmeter runter ins nächste Tal. Die Strasse wird wieder ein bisschen besser bis wir Halt machen für den Lunch. Nach der Mittagspause fahren wir über eine neue Strasse bis Syabrubesi, Neu aber immer noch sehr holprig.

 

Tag 3. Syabrubesi-Lama Hotel 2400 m.ü.M (Trek 5 h)

Nach der ersten Nacht im Zelt sind alle gespannt was uns diesmal erwartet auf unserem Trek. Gemütlich geht’s los zwischen Häusern und Baustellen, da das Erdbeben im Jahr 2015 viel Schaden angerichtet hat. Erst zum Schluss der Strecke wird es ein bisschen steiler und dann erreichen wir Lama Hotel. Auf dem Weg treffen wir immer wieder andere Touristen an, wie auch am Abend bei unserem Nachtlager, wo es mehrere Unterkünfte gibt.

 

Tag 4. Lama Hotel-Ghodatabela 3030 m.ü.M (Trek 3 h)

Der Weg heute ist fast nur flach. Nur wenige Höhenmeter erwarten uns und somit sind wir um die Mittagszeit schon im Camp. Dort bekommen wir ein ausgezeichnetes Mittagessen. Den Nachmittag verbringen wir mit chillen, waschen und jassen.

Am Abend wird es schon ein bisschen kühler, Temperaturen um ca. 12° Grad.

 

Tag 5. Ghodatabela-Kyanjin 3780 m.ü.M (Trek 4-5 h)

Langsam starten wir in Richtung Langtang. Auf dem Weg können wir noch frische Nak-Milch trinken, fast wie zuhause auf der Alp. Bei Langtang sehen wir was das Erdbeben im Jahr 2015 angerichtet hat. Fast das ganze Dorf wurde von herabstürzenden Gesteins-und Gletscher Massen begraben. Jetzt ist das Dorf weiter hinten wieder aufgebaut worden.

Lunch haben wir in Mundu bei einer Alphütte, dort kommen wir in den Genuss von irgend einem selbstgemachten alkoholischen Getränk.

Anschliessend geht’s weiter bis Kyanjin, wo wir einen wunderbaren Zeltplatz haben. Die Abendstimmung mit dem klaren Herbstlicht ist einfach umwerfend.

Tag 6. Ruhetag Kyanjin 3780 m.ü.M 

Heute schlafen wir aus. Frühstück gibt’s um 7.30 Uhr. Als wir aus dem Zelt kriechen ist es gerade mal 0° Grad. Aber die Sonne wärmt schon bald und wir machen einen gemütlichen Spaziergang auf den Aussichtspunkt Kyanjin Ri 4200 m.ü.M. Zum Mittagessen sind wir wieder im Camp zurück und machen am Nachmittag Siesta.

 

Tag 7. Kyanjin-Yala Peak Base Camp 4800 m.ü.M (Trek 4-5 h)

Da wir heute nicht ganz strahlend blauen Himmel haben, sind die Temperaturen auch wieder ein bisschen wärmer, 4-5° Grad. Der Aufstieg zum Yala BC ist ein wunderschöner Höhenweg. Es eröffnet sich immer wieder eine neue Aussicht auf noch höhere Berge.

Das BC erreichen wir um ca. 13.00 Uhr. Nach dem Lunch erholen wir uns und einige gehen noch spazieren. Vom Tserko Ri 4985 m.ü.M hat man die beste Aussicht über’s ganze Langtang Valley.

 

Tag 8. Yala Peak 5500 m.ü.M (Aufstieg 4h, Abstieg ins Tal 6h)

Tagwache 4.30 Uhr, das Frühstück wird uns ans Bett gebracht. Was nicht unbedingt für alle zum geniessen ist. Um 5.20 Uhr starten wir zum Yala Peak. Bei frostigen Temperaturen um die -10° Grad gehen wir in der Dunkelheit los. Sobald die Sonne aufgegangen ist wird es wärmer und wir haben super Fernsicht. Nach 4 h erreichen alle den Gipfel. Was für ein Gefühl dort oben zu stehen. Es ist warm und windstill, rundherum nur Berge. Wir können sogar den Shisha Pangma 8013 m.ü.M sehen.

Leider müssen wir heute wieder bis ins Tal runter, das heisst nochmals zusammenreissen und Gas geben. Es erwarten uns noch ca. 1700 Hm Abstieg.

Im BC gibt’s noch eine Stärkung und dann geht’s weiter bis nach Kyanjin.

Alle kommen müde aber überglücklich im Lager an.

 

Tag 9. Ruhetag Kyanjin 3780 m.ü.M

Nach dem anstrengenden gestrigen Tag, entscheiden wir uns, nochmals einen Ruhetag einzulegen. Somit können wir uns richtig erholen, waschen und Kaffe trinken.

Es hat nämlich in Kyanjin eine super Bäckerei mit gutem Kaffee und feinem Kuchen.

 

Tag 10. Kyanjin-BC Ganja-la Pass 4300 m.ü.M (Trek 2-3 h)

Heute sind alle wieder fit und wir gehen weiter in Richtung Ganja-la Pass. Schon nach ca. 2.5 h erreichen wir unser Camp. Schnell noch die Sonne geniessen bis sie um ca. 14.00 Uhr schon weggeht. Dann wird es kalt und heute gehen wir wieder mal früh ins Bett.

 

Tag 11. Ganja-la Pass 5130.m.ü.M (Trek 8 h)

Um 5.30 starten wir die anstrengendste Etappe des Trekkings. Es ist kalt und windig. Noch im Dunkeln geht’s zuerst steil bergauf bis wir auf der Gletschermoräne sind. Nun ist es weglos bis zum Pass. Zuoberst haben wir Schnee und das letzte Stück ist sehr steil und geht auf einem schmalen Weg, mit Seil gesichert, zum Ganja-la Pass 5130 m.ü.M.

Die Aussicht ins nächste Tal ist grandios. Nun verabschieden wir uns vom Langtang und gehen ins Yangri Tal runter, zuerst über Geröll und dann einem schönen Weg entlang bis zu unserem Nachtlager auf 4413 m.ü.M. Die härteste Etappe ist geschafft.

Tag 12. Yangri-Dhukpa 4040 m.ü.M (Trek 3 h)

Bei herrlichem Sonnenschein geniessen wir unser Frühstück. Mit der heutigen Etappe geht es immer auf und ab. Wir sind die ganze Zeit immer noch über 4000 Meter und das spürt man. Da es in der Gegend knapp mit Wasser ist, schlagen  wir bei der nächsten Gelegenheit unser Camp auf. Trotz des wenigen Wasser haben wir wieder den besten Service den man sich wünschen kann.

 

Tag 13. Dhukpa-unterhalb Melamchigaon 1980 m.ü.M (Trek 4 h)

Noch ein kurzer Aufstieg zum Aufwärmen, dann noch ein bisschen gerade aus, der letzte kleine Pass, dann geht’s endlich nur noch runter. Alle sind froh gehen wir wieder mal unter 3000 Meter schlafen.

Da es nach dem Erdbeben eine Brücke über den grossen Fluss weggerissen hat, müssen wir noch eine kleinen Umweg machen. 

Aber egal, am Abend sind wir alle glücklich im Camp zu sein. Wir können uns wieder waschen, am Abend bei warmen Temperaturen Tschau Sepp spielen und mit den Trägern Roxy trinken. Was will man mehr…

 

Tag 14. Bolgang 2865 m.ü.M (Trek 3 h)

Alle haben gut geschlafen und wir können heute morgen wieder mal mit kurzen Hosen starten. Beim Dorf Melamchigaon macht unser Träger Chef Kharga noch Besorgungen (Roxy). Bald gibt’s auch schon Lunch. Von dort aus sind wir dann in etwa einer halben Stunde im Camp.

Unser Koch hat noch eine Überraschung für uns zum Nachtessen. Er schickt zwei Träger zurück zum Dorf, um für’s ganze Team eine Geiss zu bringen die dann geschlachtet wird und zu einem köstlichen Mahl zubereitet wird.

 

Tag 15. Bolgang-Ghopte 3530 m.ü.M (Trek 3 h)

Steil starten wir hoch zum Thadepati Pass 3690 m.ü.M. Wieder werden wir mit einer prächtigen Aussicht belohnt. Den Weg der letzten Tage wie auch die Aussicht in Richtung Kathmandu können wir begutachten. Auch sehen wir wieder Hohe Berge in weiter Ferne.

Nach einer gemütlichen Kaffee-Bierpause mit dem Küchenteam gehen wir noch ein Stück bis zu einem Bach, wo wir auch wieder eine köstliche Mahlzeit serviert bekommen.

Nach dem Lunch gehen wir noch ca. 40 min und dann sind wir in Ghopte angekommen. Bei den schönen Hütten geniessen wir einen wunderbaren Sonnenuntergang. Die Abendstunden verbringen wir mit Jassen und Khukuri trinken.

 

Tag 16. Ghopte-Gyaie 4200 m.ü.M (Trek 3-4 h)

Laut unserem Guide sollten es heute nicht mehr viele Hm sein die wir bewältigen müssen. Doch mit dem ständigen auf und ab ist es am Schluss doch noch anstrengend geworden.

Lunch hatten wir in Phedi, von dort war es dann noch eine Stunde bis zum Camp. Da wir wieder über 4000 Meter Übernachten ist es wieder kalt geworden.


 

Tag 17. Gyaie-Chandan Bari 3330 m.ü.M (Trek 4 h)

Der letzte Pass von unserem Trekking steht bevor, Laurebina 4610 m.ü.M.

Der Tag beginnt sehr windig, sodass es uns sogar das Zelt vom Kopf wegbläst während wir am Morgenessen sind. Normalerweise sei es hier nicht so windig, jedoch heute windet es den ganzen Tag und es ist dementsprechend kalt. Nach dem Pass erreichen wir Gosainkund 4300 m.ü.M.

In dieser Gegend hat es unzählige Seen. Viele davon haben eine grosse Bedeutung für Hindus und Buddhisten. Nach einem kurzen Halt in einem Teahouse gehen wir weiter bis Chyolangpati, wo wir Mittagessen. Auf dem Weg dorthin können wir wieder unseren Ausgangspunkt (Syabrubesi), das Langtang Valley und bis nach Tibet sehen. Die Aussicht ist ausgezeichnet.

Beim Camp in Chandan Bari geniessen wir die Sonnenstrahlen bis zum Schluss. Es ist sehr ruhig, morgen geht’s dann runter in die Zivilisation.

Tag 18. Chandanbari-Dhunche 1960 m.ü.M (Trek 2 h)

Heute ist der letzte Morgen den wir in aller Ruhe geniessen können. Wir schlafen so lange wir können, manche länger als andere. Frühstück gibt’s um 8.00 Uhr. Auf dem Weg runter treffen wir immer mehr Touristen und wir kommen dem Dorf immer näher. Unser Camp in Dhunche ist oberhalb einer Baustelle und direkt neben einer Schule. Waschen und Rasieren ist angesagt für den letzten Abend mit unseren Trägern.

Am Abend essen wir alle zusammen am Boden sitzend Dhal Bhat mit Chicken. Unser Koch hat zur Feier des Tages sogar noch eine Kuchen gemacht, keine Ahnung wie er das gemacht hat. Die Träger singen, tanzen und feiern das alles gut geklappt hat.

 

Tag 19. Dhunche-Kathmandu 1400 m.ü.M (Jeepfahrt 6 h)

Leider müssen wir uns von unseren Träger verabschieden. Sie packen ihre Sachen und fahren mit dem Local Bus in ihr Dorf zurück.

Wir haben einen Jeep. Nach der sehr ernsthaften Militärkontrolle beginnt unsere Fahrt zurück nach Kathmandu. Die Strasse ist manchmal tip top und manchmal schlecht. Unser Fahrer wählt eine andere Strecke zurück nach Kathmandu als die, die wir gekommen sind. Wir fahren teilweise auf dem Highway, dort merken wir das wir eigentlich einen Ralleypilot als Fahrer haben. 

Wieder im Shangri-la angekommen, treffen wir unseren altbekannten Guide Tek. Er und Lok kommen mit uns am Abend nach Thamel zum Nachtessen.

 

Tag 20. Kathmandu

Wieder mal ein Frühstück mit Speck und Bohnen. Was für ein Genuss.

Heute steht Shoppen und Kultur auf dem Programm. Am Morgen besichtigen wir Patan, ein anderer Stadtteil neben Kathmandu und am Nachmittag geht’s zur Stupa in Bodnath.

Nun ist schon unser letzte Abend in Nepal. Das Nachtessen geniessen wir mit Pralhad. Vorher wird noch das letzte Geld ausgegeben, sodass wir nichts mehr nach Hause nehmen müssen.

 

Tag 21. Kathmandu-Zürich

Flug nach Muscat + Zürich 9.50 Uhr

Ankunft Zürich 19.15 Uhr

Tourenbericht

Dhaulagiri Trekking 2018

Bereits 2018 war ich mit einer Gruppe im Dhaulagiri Himal im Westen Nepals auf einem 19 tägigen Trekking unterwegs. Ein unvergessliches Abenteuer!

>> Hier geht's zum Video und zum Tourenbericht

Silvan Stadler

Staflerstrasse 3

7276 Davos Frauenkirch

+41 79 328 10 20

mail@silvanstadler.ch

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