Dhaulagiri Circuit Trekking 2018 in Nepal

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Tourenbericht

Nachdem alle Vorbereitungen getroffen sind und wir unser Gepäck in unseren Taschen und Rucksäcken verstaut haben, sind wir froh, dass es jetzt endlich losgeht. Nochmals checken ob wirklich alles dabei ist und dann gehts ab zum Flughafen.

 

Am 23.09.2018 um 19.00 Uhr treffen wir uns am Flughafen in Zürich. Unser Flug geht um 22.00 Uhr. Pünktlich mit dem angesagten Sturm starten wir... Der Nachtflug, mit Zwischenstopp in Muscat, klappt einwandfrei, sodass wir am nächsten Morgen um 11.00 Uhr in Kathmandu landen.

 

Tag 1. Zürich Flughafen - Kathmandu 1400 m.ü.M

Von unserem Guide Tek werden wir am Flughafen abgeholt. Mit dem Taxi werden wir zu unserem Hotel gefahren. Normalerweise hätte man ca. 20 min, wir brauchten jedoch fast zwei Stunden, da die Strassen komplett überfüllt waren. Aber eine interessante Fahrt, um sich an die Nepali-Kultur zu gewöhnen.

Angekommen im Hotel Shangri-la (www.hotelshangrila.com) können wir uns erstmal ein bisschen frisch machen und ausruhen von der Reise.

Am Abend gibt es ein Nachtessen in einem lokalen Restaurant in Kathmandu.

 

Tag 2. Kathmandu - Pokhara 1400 m.ü.M  (Busfahrt 7-8 h)

Heute steht bereits die erste Busfahrt auf dem Programm. Im Tourist Bus starten wir am Morgen um ca. 7.30 Uhr in Richtung Pokhara. Da die Strassen zum Teil in schlechtem Zustand sind und hoffnungslos überfüllt, dauert die Fahrt aus Kathmandu raus sehr lange. Anschliessend hat es immer noch sehr viel Lastwagenverkehr auf unserer Route. Bei einer kurzen Mittagsrast kommen wir in den Genuss von lokalen Spezialitäten.

Noch ein paar weitere Stunden mit dem Bus und wir kommen in unserem Hotel in Pokhara an. Hier ist es ein bisschen ruhiger und gemütlicher als in Kathmandu. Am Abend schlendern wir an den unzähligen Shops vorbei die fast alle das Gleiche verkaufen.

Zum Abendessen gibts typisch Nepali-Food, Dal Bhat, Nepali Thali und Chicken. Begleitet vom bekanntesten Song ‘Resham Firiri’!!

 

Tag 3. Pokhara - Darbang 1100 m.ü.M (Jeepfahrt 6-7 h)

Diesen Morgen werden wir mit dem Jeep abgeholt. Das will was heissen…

Das Gepäck wird auf das Dach gebunden und wir sitzen alle mehr oder weniger bequem in unserem Gefährt. Nicht ohne Grund haben wir das Auto gewechselt, denn die Strassen werden immer schlechter. In Beni gibt es eine kurze Mittagsrast. Von nun an gleicht der Weg eher einer Off-Road-Piste als einer Strasse. Doch nach ca. 6-7 h Jeepfahrt kommen wir dann endlich in unserem Camp an. Geschüttelt nicht gerührt!

Erste Übernachtung im Zelt auf einem Schulhof, wo wir von vielen Kindern begrüsst werden.

Da es auf dieser Höhe (1100 m.ü.M) noch tropisch warm ist, brauchen wir unsere warmen Schlafsäcke noch nicht.

Tag 4. Darbang - Dharapani 1550 m.ü.M (Trek 2-3 h)

Nach einer heissen Nacht werden wir mit Kaffee und Tee geweckt. Langsam kriechen wir aus unseren Zelten und machen uns bereit für unsere erste Trekkingtour.

Da wir zwei anstrengende Tage mit Bus-, Jeepfahrten und Flügen verbrachten, hatten wir heute nicht so ein langes Trek.

Nach 2-3 Stunden auf Naturstrassen und schönen Wegen sind wir schon an unserem Tagesziel angelangt.

Unser Camp befindet sich wieder auf einem kleinen Schulhof. Duschen können wir direkt im erfrischenden Brunnen. Am Nachmittag haben wir die Gelegenheit bei den Einheimischen zuzuschauen wie sie Tücher und Stoffe herstellen. Zum chillen ist auch noch genug Zeit.

 

Tag 5. Dharapani - Mudi 1900 m.ü.M (Trek 5 h)

Weiter gehts durch Dörfer und schöne Reisfelder. Auf dem Weg gibt es immer wieder was Neues zu entdecken, Kinder spielen bevor sie in die Schule gehen und die Frauen arbeiten im Steinbruch. Wir überqueren eine lange Hängebrücke und kommen wieder auf eine Strasse die plötzlich im No-Where endet…

Von unserem Camp aus haben wir direkte Sicht auf den Dhaulagiri I.

 

Tag 6. Mudi - Bagar 1900 m.ü.M (Trek 7 h)

Die heutige Etappe ist lang. Es geht hoch und runter und somit machen wir viele Höhenmeter. Zur Mittagsrast sind wir auf einem Hof wo unser Koch frisches Dal Bhat für uns zubereitet. Dal Bhat-Power brauchen wir für den Nachmittag, denn es geht steil das Tal hinauf. Auf ausgesetztem aber breitem Weg queren wir die steilen Gras Flanken und Felspartien. Nochmals ein paar Höhenmeter runter und wir sind am Ziel für heute.

 

Tag 7. Bagar - Dobhan Kharka 2520 m.ü.M (Trek 5 h)

Je weiter wir ins Tal wandern, umso kleiner werden die Dörfer.

Wir verlassen das letzte Dorf wo es noch eine Schule hat. Ab jetzt hat es nur noch Alpen die während der Saison bewohnt sind. Die Aussicht lässt heute zu wünschen übrig, da unsere Route durch den Dschungel ähnlichen Wald führt. Das Tal ist relativ eng bis wir wieder zu einer Lichtung kommen wo auch schon wieder unser Nachtlager aufgebaut ist.

 

Tag 8. Dhoban Kharka - Sallaghari 3100 m.ü.M (Trek 3.5 h)

Von nun an geht's auf schmalem Pfad weiter. Wegen des Monsuns ist der Weg nicht mehr auf allen Strecken ganz intakt. Zum Mittagessen zaubert unser Koch in seiner Freiluftküche

wieder ein top Menü.

Angekommen in unserem Camp, fängt es zu regnen an. Somit beschliessen wir heute im neu erstellten Jägerhütte zu schlafen.

 

Tag 9. Sallaghari - Italian Basecamp 3670 m.ü.M (Trek 3 h)

Nach ca. einer Stunde sind wir oberhalb der Baumgrenze. Die Aussicht ist grandios und wir nehmen uns mal die Zeit zum ‘spiägurohrä’. Jedoch kein Tier in Sicht. Die Challenge beginnt: Wer sichtet zuerst ein Wildtier?

Nicht mehr weit und wir sind im Italian Basecamp, wo wir den sonnigen Nachmittag so richtig geniessen. Die Zeit vertreiben wir uns mit Jassen, ‘Stäckämättlä’, chillen und plagiären!

 

Tag 10. Ruhetag im Italian Basecamp

Nach mehreren Tagen laufen habe wir einen Ruhetag verdient!

Diesen nutzen wir als Akklimatisation, zum Ausruhen und wir gehen auf die Suche nach Wildtieren. Leider findet auch heute keine Person nur ein einziges Wildtier! Ausser eine Person habe anscheinend ein Murmeltier gesehen. Angaben ohne Gewähr!

Unser Ruhetag endet dann leider in starkem Regen, sodass einige Wassergräben ums Zelt erstellt werden müssen.

 

Tag 11. Italian Basecamp - Japanese Basecamp 4130 m.ü.M (Trek 4 h)

Jetzt geht's so richtig ab in die Berge. Schon nach wenigen Metern steigen wir über eine steile Moräne ab um unten über eine Gletscherzunge zu queren. Dafür dürfen wir uns auf der anderen Talseite wieder steil den Hang bergauf kämpfen.

Das nächste Hochtal erreicht, gehts dann gemächlich zwischen steilen Felswänden dem nächsten Gletscher entgegen.

Auch in Nepal kann man den Gletscherrückgang spüren. Den Übergang von der Moräne auf den Gletscher gestaltet sich heikel. Was für uns und vor allem für unsere Träger höhere Konzentration fordert. Sobald man auf dem mit Schutt bedeckten Gletscher steht, ist es dann wieder kein Problem. Nach kurzer Zeit haben wir unser erstes Gletscher Camp erreicht.

 

Tag 12. Japanese Basecamp - Dhaulagiri Basecamp 4630 m.ü.M (Trek 4 h)

Die erste Nacht auf dem Gletscher war sehr angenehm. Und wieder mal haben wir schönstes Wetter am Morgen. So kriecht man gerne aus dem warmen Schlafsack.

Nach ausgiebigem Frühstück mit Porridge und gekochten Eiern wandern wir im Schatten vom Dhaulagiri der Sonne entgegen.

Der Weg ist nicht mehr so richtig zu sehen, da der Gletscher mit Geröll und weiter oben mit Schnee bedeckt ist. Nach mehreren Rauf und Runter öffnet sich das Tal und wir entdecken immer mehr hohe Berge. Tukuche West 6848 m.ü.M und der Dhaulagiri 8172 m.ü.M sind zu sehen. Bei dieser spannender Aussicht sind wir wie im Flug im Basecamp des Dhaulagiri.

Im Lager sind wir nicht allein. Wir treffen ein paar Teilnehmer einer Dhaulagiri-Expedition.

 

Tag 13. Dhaulagiri Basecamp - Hidden Valley 5140 m.ü.M (Trek 5-6 h)

Nach einer kalten Nacht auf dem Eis sind wir froh, dass am Morgen wieder schönstes Wetter uns begrüsst und wir schon bald wärmende Sonnenstrahlen im Gesicht spüren.

Heute erreichen wir den höchsten Punkt unseres Trekkings, den French Pass 5360 m.ü.M.

Je höher wir steigen umso grandioser wird die Aussicht auf die umliegende Bergwelt.

Den Dhaulagiri können wir jetzt in voller Pracht bestaunen. Auf den French Pass hoch war es nicht mehr ein Spaziergang, alle spürten die Höhe. Umso stolzer sind wir, als wir den höchsten Punkt erreichen. Leicht bewölkt, windig und kalt ist es hier oben, dafür mit einem prächtigen Blick ins Hidden Valley. Ab jetzt gehts nur noch leicht runter bis zum Camp, was in einem wunderschönen Hochtal befindet. Es ist fast wie auf einer Alp, mit Wiesen und einem Bach.

 

Tag 14. Hidden Valley - Alu Bari 3900 m.ü.M Trek (Trek 8 h)

Im Hidden Valley war die kälteste Nacht vom ganzen Trekking (-10° C im Zelt).

Umso schöner war es bei strahlendem Sonnenschein zu frühstücken!

Leider hatten nicht alle gut geschlafen. Bei ein paar Teilnehmern und Trägern macht sich die Höhe stark bemerkbar. Das bedeutet, schön langsam in tiefere Lagen zu gehen.

Zuerst müssen wir noch über den Dhampus Pass 5244 m.ü.M. Diese gut 100 Höhenmeter gestalteten sich jedoch recht anstrengend. Vom Pass dachten alle es gehe nur noch runter. Leider nein, viele kleine Gegenanstiege machen diese Strecke zum anstrengendsten Teil des ganzen Treks. Mit Neuschnee vom Vorabend wurde das ganze nicht leichter. Doch irgendwann erreichten wir auch den Punkt, wo es nur noch runter geht. Alle sind froh als wir unser Camp in Alu Bari erreichten. Müde aber zufrieden kriechen wir heute ins Zelt.

 

Tag 15. Alu Bari - Marpha 2670 m.ü.M (Trek 3 h)

Nach einer Nacht auf 3900 m.ü.M habe wieder alle so richtig gut geschlafen.

Unser Frühstücksplatz ist umgeben von Yak-Herden und wunderschönen Berggipfeln wie Nilgiri 6940 m.ü.M und Khatung Kang 6484 m.ü.M.

Beim Abstieg durch grüne Wiesen und Sträucher haben wir eine herrliche Aussicht ins Mustang. Weiter unten im Tal wird es immer windiger und trockener, sodass wir eine Staubwolke hinter uns herziehen.

Nach mehreren Tagen in den Bergen haben wir wieder die Gelegenheit einmal zu duschen.

Wir und unsere Träger machen uns  chic für die Abschlussparty.

Leider ist es heute der letzte Abend mit dem ganzen Team, wir verteilen Trinkgeld und Geschenke für die Träger.

Danach wird getanzt, gesungen, getrunken (viel Marpha Brandy) und gelacht.

 

Tag 16. Marpha - Jomsom 2720 m.ü.M

Die Träger haben uns früh morgens schon verlassen. Bei den Teilnehmern dauert es ein bisschen länger bis alle wach sind. Da unser Jeep für die Fahrt nach Jomsom kaputt ist, müssen wir uns etwas einfallen lassen.Schon bald hat unser Guide Tek ein Anhänger organisiert, worauf wir unser Gepäck laden. Mit diesem fahren wir bis zur Strasse und warten bis uns jemand mitnimmt.

Nach wenigen Minuten kommt schon der erste Lokal Bus auf den wir aufsteigen.

Die kurze Fahrt nach Jomsom ist sehr abenteuerlich (off-road).

Das Hotel in dem wir Übernachten ist voll mit anderen Touristen, da Jomsom der Knotenpunkt vieler Trekkings ist.

 

Tag 17. Jomsom - Pokhara 1400 m.ü.M

Heute fliegen wir im kleinen Flugzeug (16 Plätze) zurück nach Pokhara. Doch zuerst müssen wir uns noch ein bisschen gedulden bis wir an der Reihe sind zum fliegen.

Hoffentlich schaffen wir es bis 10.00 Uhr, denn danach kommt meistens starker Wind auf sodass es nicht mehr möglich ist zu fliegen. Es klappt alles tip top und wir kommen gut in Pokhara an, wo wir noch den ganzen Tag verbringen mit Shoppen, fein  Essen und Kaffeetrinken. Das Shoppen ist nicht immer ganz einfach, denn das feilschen will gelernt sein. Nach mehreren Versuchen sind auch wir besser geworden und sind (vielleicht) nicht mehr übers Ohr gehauen worden.

 

Tag 18. Pokhara - Kathmandu

Nur noch wenige Tage sind übrig von unserem Trekking Abenteuer.

Heute haben wir nochmals einen Inlandflug zurück nach Kathmandu.

Bis wir endlich abfliegen können dauert es jedoch ein bisschen.  Der Flug hat 2 h Verspätung. Somit beschäftigen wir uns wieder mal mit Jassen, Essen und Kaffeetrinken.

Angekommen in Kathmandu, sind wir wieder im selben Hotel wie bei der Anreise.

Zum Nachtessen geht's diesmal in ein tibetisches Restaurant. Das Essen ist gut, jedoch nicht annähernd so gut wie bei unserem Koch Bim!

 

Tag 19. Sightseeing Kathmandu

Der letzte Tag in Nepal nutzen wir um die Stadt und Ihre Sehenswürdigkeiten anzuschauen.

Als erstes Besichtigen wir den Affentempel und anschliessend den Buddhisten Tempel inmitten der Stadt. Was für manche interessant und für manche weniger ist.

Aber das Beste ist, der Kaffee und das Essen ist wie immer gut!

Am letzten Abend gibts nochmals ein gemeinsames Abendessen mit den Leuten von www.holidayhimalaya.com und unserem Guide Tek.

 

Tag 20. Heimflug Kathmandu - Zürich

Leider müssen wir heute wieder zurück nach Hause. Noch ein letztes Mal das riesige Frühstücksbuffet geniessen und los geht's zum Flughafen.

Schade dass nicht alle mit uns nach Hause kommen. Wir müssen uns noch schweren Herzens,von zwei uns ans Herz gewachsenen Ladys, verabschieden. Da sie noch zwei Wochen länger Ferien haben, geht ihre Reise noch weiter.

Um ca.9.00 Uhr startet unser Flug über Muscat nach Zürich.

Am Abend um 19.30 landen wir in Zürich und begeben uns auf den Heimweg.

 

Vielen Dank an alle Teilnehmer und an Lok und Tek von www.holidayhimalaya.com für das gute Gelingen dieses Trekking Abenteuers.

Es hat riesig Spass gemacht mit euch! Bis zum nächsten mal…

 

Silvan Stadler

Davos, 9.11.2018

Silvan Stadler

Staflerstrasse 3

7276 Davos Frauenkirch

+41 79 328 10 20

mail@silvanstadler.ch

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